quartier vier, Sächsischer Staatspreis für Baukultur, Halle14 quartier vier, Sächsischer Staatspreis für Baukultur, Halle14

KFW Award 2017 – 2. Preis

Naumburger Straße 40, Leipzig
Umbau, Sanierung und Umnutzung eines Ensembles gründerzeitlicher Wohn- und Industriearchitektur mit Atelierneubau
 AG: GbR Naumburger 40
Fertigstellung: 2016

Die Gemeinschaft von 20 Eigentümern hat es geschafft, den stark beschädigten Altbaukomplex in geräumige und preisgünstige Altbau- und Loftwohnungen mit besonderer Atmosphäre zu verwandeln. Dabei haben sie die klassischen Altbauqualitäten des Hauses feinfühlig reaktiviert, vom Bodenparkett bis zum Deckenstuck. Neu ist die Nachhaltigkeit – Dämmung, Heizung, Solarthermie. Neu ist auch der Komfort, von geräumigen Dachterrassen bis zum Fahrstuhl, dessen Schacht an der Stelle der früheren Treppenhaus-Toiletten liegt.

quartier vier, Sächsischer Staatspreis für Baukultur, Halle14

Anerkennung | Sächsischer Staatspreis für Baukultur 2015
HALLE14

Das Staatsministerium des Innern, die Architektenkammer Sachsen und die Ingenieurkammer Sachsen haben am 6. November 2015 in Dresden sechs Beiträgen im Wettbewerb um den von ihnen gemeinsam ausgelobten Staatspreis für Baukultur 2015 eine Anerkennung ausgesprochen. Die siebenköpfige unabhängige Jury unter Leitung des Frankfurter Architekten Prof. Michael Schumacher hat in diesem Jahr entschieden, keinen Staatspreis zu verleihen, sondern stattdessen die besten Beiträge mit einer Anerkennung auszuzeichnen. Die Auslobung des Preises, der alle zwei Jahre verliehen wird, stand unter dem Motto »Baukunst schafft Orte der Begegnung«.


Jurybegründung

Halle 14 der Baumwollspinnerei zeigt vorbildlich, wie eine alte, heruntergekommene Stockwerksfabrik mit 20.000 Quadratmetern Nutzfläche durch unterschiedliche Akteure über einen langen Zeitraum mit geringfügigen Mitteln so neu programmiert wird, dass sie zu einem vitalen Ort der Kunst, der Kommunikation und der Arbeit wird. Die baukünstlerischen Maßnahmen des Büros quartier vier aus Leipzig sind dabei so reduziert und gut platziert, dass die Fabrikhallen nichts von ihrer Sprödigkeit einbüßen. Im Besucherzentrum schaffen geschwungene Holzplattformen, die mit Teppichstoffen bezogen sind, eine kommunikative Sitzlandschaft vor den raumhohen Fenstern. Im ehemaligen Frauenwaschhaus, das heute Kunstvermittlungsangeboten Platz bietet, wurden Galerien eingezogen, die den Raum weder in der Höhe noch in der Länge einengen, aber dennoch Verkehrsflächen von Aufenthaltszonen trennen. In den oberen Geschossen sorgen Trockenbauwände für konzentrierte Großraumbüros, die sich aber offene Bereiche mit den Künstlern der benachbarten Ateliers teilen. An keiner Stelle wirkt der Bau zergliedert oder übernutzt. Rohe Ziegelwände, geölte Eisenstützen, Betondecken, von denen Farbreste blättern halten die Erinnerung an die vergangene Zeit wach ohne dass der Eindruck einer nur modischen Ästhetisierung oder Romantisierung entsteht. Über mehrere Bauabschnitte entwickelt hat es das Projekt der Stiftung Federkiel geschafft authentisch zu bleiben und selbst zu werden. Dabei ist alles auf weitere Transformationen angelegt. Der Qualitätsanspruch ist aber langfristig gesetzt.

Maria/Josepphstraße

Maria/Josephstraße 36

Lobende Anerkennungen KfW-Award 2013

Bauen und Wohnen

HALLE14

HALLE 14

Hieronymus Lotter Preis 2012 – 1. Preis
für "Halle 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst", Spinnerei Leipzig

Depositum

Depositum

Architekturpreis Rheinland-Pfalz 2011 – 1. Preis
für "Depositum – ein Schaulager für den Kunstverein Hasselbach"

Sweetwater

3. Preis Difa Award 2006


Deutscher Städtebaupreis, Lobende Erwähnung 08


Architekturpreis der Stadt Leipzig, Lobende Erwähnung 07
für "Sweetwater"

leipzig-am-wasser.de

KAOS

Leipziger Agendapreis 2000